Chronik

1854
König Friedrich Wilhelm IV schenkt der Synode zu Wied das außer Dienst gestellte optische Telegraphenhaus zu Anhausen zur Erziehung “verlassener und verwahrlosterKinder”.

13.02.1856

Der erste Knabe -Georg Hildebrand- aus Neuwied wird aufgenommen. Ein Lehrer aus Rüscheid -Johannes Peter Schmidt- wird erster Hausvater und Lehrer von 14 Kindern.

1874

Umzug in die Wehrfritzsche Papiermühle
in Oberbieber (Stammhaus) mit 30 Kindern.

ab 1878

Erstmals werden Kinder gemäß dem
Zwangserziehungsgesetz behördlich eingewiesen.
Aus dem Waisenhaus wird eine Besserungsanstalt
mit Anstaltsschule und ist vermutlich die älteste
Sonderschule im Regierungsbezirk Koblenz.

1909

Im Rahmen des Fördererziehungsgesetzes von 1900
wird Oberbieber “Sammel- und Aufnahmeheim” und
somit Mittelpunkt des evangelischen Pflegekinderwesens
in der Rheinprovinz, das pro Jahr 450 Kinder in
Familienbetreuung vermittelt.

 

bis 1925

  • Außenstellen in Bad Kreuznach und Mülheim
  • Erwerb des Anwesens Waldesruh und Schalltor in Rengsdorf
  • Ausbau zur dreiklassigen Schule; zeitweise wurden bis zu 90 Kinder in einem Klassenraum unterrichtet

 20.05.1937

Die neuerbaute Heimschule in Oberbieber ist eine anerkannte Privatschule des Kinder- und Jugendheimes Oberbieber. Der Direktor des Heimes ist zugleich Schulleiter.  Die staatliche Aufsicht führt der Kreisschulrat des Kreises Neuwied.

01.05.1955

Die ev. Anstaltsvolksschule – Paul-Schneider-Schule-
wird vom Staat übernommen. Die Lehrpersonen
werden nicht mehr vom Heim, sondern von der
Bezirksregierung besoldet. Das Heim ist zur Unter-
haltung der Gebäude und zur Beschaffung der Lehr-
und Lernmittel verpflichtet.

1957

Ev. Heimvolksschule Oberbieber-Rengsdorf mit 5 Klassen.

1960- 1962

Umbau und Instandsetzung der Schule: Werkraum im Keller, Vorbau, Klassenraum, Lehrerzimmer; Errichtung mehrerer Gruppenhäuser und der Aula

1965

Umbau der alten Fachwerkgebäude(Wehrfritzsche Papiermühle):Lehrküche, Zentralküche, einklassige Heimberufsschule.
Die Schülerzahl ist, bei zunehmenden Erziehungsschwierigkeiten, auf 149 gestiegen

1972

Erweiterungsbau: 4 Klassenräume,
Toiletten, Physikraum.

1973

Die Paul-Schneider-Schule erprobt besondere
V- Richtlinien. Am 1.8.1973 werden die ersten
Sonderschullehrer (W. Becker und
G. Haßbach) eingestellt. 

1974

Turnhalle und Hallenbad werden in Dienst gestellt.

1976

Zum 1.8.1976 wird die bisherige Heimvolksschule zur Schule für Verhaltensbehinderte – Sonderschule – umbenannt.
Sie hat den Status einer anerkannten privaten Ersatzschule.

 1983 – 1984

Ab Ostern 1983 erfolgte der Neuausbau, dessen Fertigstellung bis zum Herbst 1984 dauerte.

Unterricht auch weiterhin statt, was von Schulleitung, Lehrern und Schülern eine Menge Nerven und Kraft erforderte.

 

ab 1984

Der Neubau: Paul-Schneider-Schule ab 1984

2000

Zum bisherigen Förderschwerpunkt sozial-
emotionale Entwicklung (SFE) kommt der
Förderschwerpunkt Lernen (SFE/L) hinzu.