Wie fördern wir ?

systematisch – kleinschrittig – erfolgsorientiert

Gewaltprävention ist der Oberbegriff für unsere Initiativen und Maßnahmen, die unseren Schülern bei der Vermeidung gewalttätiger Auseinandersetzungen helfen bzw. den richtigen Umgang mit Konflikten schulen sollen.

– Schwerpunktsetzungen-

LehrerverhaltenVertrauens- und Glaubwürdigkeit des Lehrers

  • Das beeinflusst die Lernbereitschaft und das Sozialverhalten der Schüler. Diese entstehen nur, wenn der Lehrer echt und authentisch handelt, wenn er also nicht nur handelt, wie ein Lehrer handeln sollte, sondern als Lehrer und als Person handelt.

Lehrerverhalten – Empathie

  • aktiver Prozess des einfühlenden Verstehens – der Pädagoge muss daher eine akzeptierende und wertschätzende Haltung einnehmen, damit er die belastenden Emotionen besser nachvollziehen und geeignete Maßnahmen einleiten kann.

Lehrerverhalten –  positive Verstärkung von erwünschtem Verhalten

  • bedeutet die Erhöhung der Auftretenswahrscheinlichkeit eines Verhaltens, wenn das Verhalten einen angenehmen Reiz auslöst. Einsatz von primären-, materiellen- und sozialen Verstärkern ( Süßigkeiten/Nahrung, Hausaufgabengutschein, Spielestunde/Anerkennung… )
  • klassenintern ein positives Verstärkersystem gebrauchen durch alle Fachlehrer, denn Schüler brauchen einen klaren Orientierungsrahmen bei allen Lehrern
  • Gewaltprävention – Verhaltensmodifikation als Unterrichtsprinzip realisieren, Anwendung von Lerntechniken zur Veränderung von unerwünschtem Verhalten über positive Verstärkung beim  Regellernen bzw. permanente Rückmeldung über Lernfortschritte bzw. Tokenstrategien
  • präventiv kontinuierliches Sozialtraining realisieren ( Gemeinschaftssinn entwickeln, Wir- Gefühle entwickeln, … )
  • soziale Verstärkung durch Ignorieren, die Rolle der Mitschüler ist dabei besonders zu beachten, da ihrerseits konsequentes Verhalten eine besondere Rolle spielt

Lehrerverhalten – Spiegelung

  • Versuch, auf Verhaltensweisen des Gesprächspartners so zu reagieren, dass man seine Perspektive einnimmt und das Verstandene an ihn „zurückspiegelt“. Das heißt, die Person gibt in eigenen Worten das zurück, was sie von ihrem Gegenüber an Inhalten und Gefühlen verstanden hat.
  • Die Methode erfordert ein hohes Maß an empathischen Fähigkeiten und sensiblen Umgang. Bei ihrem Begründer Carl Rogers ist diese Empathie ein Pfeiler eines Gesamtkonzepts zu dem als weitere Säulen vom Gesamtkonzept die unbedingte Achtung vor dem anderen und die Authentizität gehören.

Lehrerverhalten – Feste Regeln zum Eingreifverhalten

  • extremes Störverhalten sofort ausbremsen, ausschalten und dem Schüler einen neuen Einstieg ermöglichen
  • im Vorfeld Reaktionsmuster für Lehrerverhalten planen, die an die jeweiligen Schüler individuell angepasst sind
  • in entsprechende Situationen Authentizität wahren
  • die Realisierung / Durchsetzung negativer Konsequenzen ( Sanktionen )  geschieht in Eigenregie des Pädagogen, der sie ausgesprochen hat
  • Gruppen bzw. Institutionen werden über Sanktionen informiert

Lehrerverhalten –  physische Einschränkung – Time Out

  • wenn Kinder unerwünschtes Verhalten zeigen, für bis zu 15 Minuten von möglichst vielen Reizen isolieren Es geht darum, durch soziale und kommunikative Ausgrenzung jegliche Verstärkerreize des Fehlverhaltens zu entziehen, die das unerwünschte Verhalten fördern
  • Handlungsstrategien für extreme Situationen müssen Pädagogen vorab entwickelt haben
  • Ziel jeder pädagogischen Maßnahme bei erheblichem aggressiven Verhalten ist die Absicherung der Unversehrtheit des entsprechenden Schülers, der Mitschüler und  der Erwachsenen.
  • Das erfordert die Durchsetzung einer räumlichen Trennung.
  • Das erfordert Pädagogische Prinzipien : Ruhe bewahren, authentisch sein, Empathie beweisen, gegebenenfalls mit Humor reagieren.
  • Das erfordert Reflektion des entwicklungsstörenden Verhaltens, wenn der Schüler sich beruhigt hat, Perspektiven eröffnen.